U-Bahn
Das Piepsen an der U-Bahn, das sogenannte Türschließsignal, signalisiert den Türschließvorgang. Die Dauer des Türschließsignals wird durch den Beginn und das Ende des erfolgreich abgeschlossenen Türschließvorgangs bestimmt. Nach Norm beginnt das Türschließsignal 3 Sekunden vor dem Schließen und darf erst beendet werden, wenn alle Türen geschlossen sind. Werden zulaufende Türen am Schließen gehindert (z.B. durch eingeklemmte Gegenstände), verlängert sich die Zeit um den Reversiervorgang.
Signalton und Lautstärke entsprechen der dafür gültigen Norm DIN32974 "Akustische Signale im öffentlichen Bereich". Die Norm fordert für das Türschließwarnsignal einen Sollwert, der 10 dB über dem Umgebungsgeräusch liegt. Anhand des mittleren Umgebungsgeräusches in der U-Bahn wurde das Türschließsignal mit 83 dB festgelegt (wobei mit Rücksicht auf die Zumutbarkeit auf normgerechte Durchsagelautstärke während eines gegenüber einfahrenden Zuges verzichtet wurde). Die Wahrnehmung dieser Lautstärke ist auch mit den Behindertenverbänden der Stadt Nürnberg abgestimmt.
Eine dynamische Anhebung der Lautstärke aufgrund sich erhöhender Umgebungslautstärke erfolgt nicht. In der Zeit von 20:00 Uhr bis 07:00 Uhr erfolgt allerdings eine Absenkung der Lautstärke um ca. 7 dB, da sich auch die Umgebungslautstärke verringert. (Am Bahnsteig Scharfreiterring von 20 bis 5 Uhr).
Gerne wollen wir Ihnen die Gründe für den Einsatz von Kurzzügen näher erläutern. Zu Tageszeiten mit hohem Fahrgastaufkommen wie etwa im morgendlichen Berufs- und Schülerverkehr setzen wir Langzüge ein. In der Nebenverkehrszeit sind Kurzzüge im Einsatz. Dafür haben wir aber den Takt von 6 2/3 Minuten auf 5 Minuten verkürzt.
Nachmittags fährt die U2 und U3 im 100-Sekunden-Takt – eine Besonderheit, die es übrigens in keiner anderen deutschen Stadt gibt. Abends fährt die U2 wieder im 5-Minuten-Takt.
Grundsätzlich ist es in unseren U-Bahn-Zügen, insbesondere auf den Linien U2 und U3, die vollständig unterirdisch verlaufen, meist kühler als an der Oberfläche. Auf der U1 ist zusätzlich unser modernster Zugtyp, der G1, im Einsatz. Diese Fahrzeuge verfügen über eine Fahrgastklimatisierung und werden auch dann gekühlt, wenn sie abgestellt sind – beispielsweise auf oberirdischen Gleisen. So wird verhindert, dass sie sich zu stark aufheizen. Während des Fahrbetriebs sorgt die Klimaanlage für eine spürbare Temperaturabsenkung.
Grundsätzlich orientieren sich unsere Systeme an der Außentemperatur. Ein zu starker Temperaturunterschied zwischen innen und außen ist nicht nur aus gesundheitlicher Sicht problematisch, sondern wird auch von vielen Fahrgästen als unangenehm empfunden. Die modernen Vollklimaanlagen regeln nicht nur die Temperatur, sondern messen zusätzlich den CO₂-Gehalt der Innenluft, um einen optimalen Frischluftanteil zu gewährleisten
Die älteren U-Bahn-Züge der Baureihen DT3 und DT3-F besitzen keine Klimaanlage, verkehren jedoch ausschließlich unterirdisch. In diesen Tunnelabschnitten bleiben die Temperaturen im Sommer in der Regel moderat.