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Wirtschaftsfaktor VAG: Jeder Euro für den Nürnberger ÖPNV zahlt sich aus

Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in Nürnberg hat einen erheblichen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Nutzen – sowohl für die Stadt als auch für die Metropolregion. Die Verkehrsleistungen der VAG Verkehrs-Aktiengesellchaft stärken die Wertschöpfung, sichern Beschäftigung und Einkommen, bringen Einnahmen für die öffentlichen Haushalte und vermeiden erhebliche Kosten im Verkehrssystem. Das belegt eine neue Studie des Beratungs- und Forschungsunternehmens CONOSCOPE auf Basis des Geschäftsjahres 2024, die heute im Rahmen eines Pressetermins vorgestellt wurde.

Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König stellt erfreut fest: „Jeder in den Nürnberger ÖPNV investierte Euro zahlt sich aus. Das ist ein hervorragendes Ergebnis und bestätigt unseren Kurs. Der öffentliche Verkehr ist nicht nur Daseinsvorsorge und sichert tagtäglich Mobilität mit Bussen, Straßen- und U-Bahnen, sondern er ist auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Die VAG stärkt unsere Stadt, vermeidet zusätzliche Kosten in anderen Bereichen und trägt zum Umwelt- und Klimaschutz sowie zu mehr Lebensqualität bei. Verkehrsmittel teilen, die überwiegend mit Ökostrom angetrieben sind, mehr Lebensraum und mehr Grün in Nürnberg sind Pluspunkte. Und in der aktuellen Spritpreiskrise wird noch einmal deutlicher, wie kostengünstig der ÖPNV auch für jeden Einzelnen ist.“

VAG-Vorstandssprecher Tim Dahlmann-Resing ergänzt: „Der ÖPNV in Nürnberg ist weit mehr als ein Mobilitätsangebot. Unsere Leistungen wirken tief in Stadt und Region hinein – wirtschaftlich, gesellschaftlich und ökologisch. Ziel ist es, noch mehr Menschen für den ÖPNV zu gewinnen und unser Angebot weiter attraktiv auszubauen. Davon profitieren alle – auch diejenigen, die den ÖPNV selbst nicht nutzen.“

Zentrale Studienergebnisse im Überblick
Die gesamtwirtschaftliche Wirkung der VAG in der Stadt Nürnberg und der Metropolregion:
• Ein Großteil der Unternehmensausgaben kommt direkt bei der lokalen und regionalen Wirtschaft an. Von jedem Euro, den die VAG ausgibt, fließen rund 87 Cent in die Metropolregion, 57 Cent davon verbleiben in Nürnberg. Die VAG ist damit ein stabiler Nachfragefaktor für zahlreiche Unternehmen und Dienstleister.
• Die VAG löst in der Stadt Nürnberg eine Wertschöpfung von knapp 250 Millionen Euro aus. In der Metropolregion steigt dieser Wert auf etwa 385 Millionen Euro. Jeder Euro direkter Wertschöpfung der VAG löst also mehr als das Doppelte an gesamtwirtschaftlicher Leistung in der Stadt Nürnberg und der Region aus.
• Jeder Arbeitsplatz bei der VAG sichert nahezu einen weiteren in Nürnberg und der Metropolregion. In der Stadt Nürnberg sind rund 2.500 Erwerbstätige mit der Geschäftstätigkeit der VAG verbunden, in der Metropolregion insgesamt über 4.100 Arbeitsplätze. Die VAG ist damit nicht nur Arbeitgeber, sondern sichert in erheblichem Umfang Beschäftigung entlang lokaler wie regionaler Liefer-, Dienstleistungs- und Konsumketten.
• Aus den Beschäftigungseffekten resultieren substanzielle Einkommensimpulse. In der Stadt Nürnberg werden durch die VAG jährlich rund 150 Millionen Euro, in der Metropolregion knapp 240 Millionen Euro an Einkommen ausgelöst. Diese fließen zu großen Teilen wieder in den lokalen wie regionalen Konsum zurück und verstärken die wirtschaftlichen Sekundäreffekte.
•Auch die öffentlichen Haushalte profitieren von der Geschäftstätigkeit der VAG: Für den Freistaat Bayern und die Kommunen der Metropolregion ergeben sich aus direkten und indirekten Steuer- und Abgabeneffekten Mehreinnahmen von knapp 30 Millionen Euro.

Hypothetisches Reduktionsszenario zeigt einmal mehr die Bedeutung des ÖPNV 
Über die regionalwirtschaftlichen Effekte hinaus analysiert die Studie den kommunalen und gesellschaftlichen Nutzen der Verkehrsleistungen der VAG. Hierzu wurde von CONOSCOPE ein hypothetisches Reduktionsszenario betrachtet, in dem das ÖPNV-Angebot gegenüber dem Ist-Zustand 2024 um rund 50 Prozent reduziert wird.

Die Modellrechnung zeigt: Rund 190.000 Personenfahrten je Werktag würden vom ÖPNV abwandern, davon rund 69 Prozent in den Pkw-Verkehr. Dies hätte unter anderem zusätzliche Investitionen in Straßen und Parkraum, höhere Kosten für Privathaushalte sowie steigende Unfall- und Umweltkosten zur Folge. Insgesamt entstünden durch die ÖPNV-Reduktion zusätzliche gesamtwirtschaftliche Kosten von rund 76,2 Millionen Euro pro Jahr, während die effektiven Kosteneinsparungen bei der VAG mit rund 14,2 Millionen Euro deutlich geringer ausfallen würden. Das Nutzen-Kosten-Verhältnis liegt damit bei 5,2. Das bedeutet: Ein Euro kommunaler Zuschuss an die VAG erzeugt einen gesamtwirtschaftlichen Nutzen von über fünf Euro.

CONOSCOPE-Geschäftsführer Thomas Lehr erklärt: „Das Reduktionsszenario ist ein bewusst zugespitztes Modell, um die Wirkungszusammenhänge sichtbar zu machen. Es zeigt, dass Einsparungen im ÖPNV an anderer Stelle deutlich höhere Kosten verursachen. Der Nutzen eines leistungsfähigen ÖPNV zeigt sich nicht nur im täglichen Betrieb, sondern insbesondere auch in den vermiedenen Kosten für Kommune, Verkehrsteilnehmende und Allgemeinheit.“

Einordnung und Perspektive
Der ÖPNV in Nürnberg leistet einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit von Stadt und Region insgesamt. Die Effekte der Verkehrsleistungen der VAG reichen dabei von Wertschöpfung und Beschäftigung über zusätzliche Einnahmen für die öffentlichen Haushalte bis hin zu vermiedenen Folgekosten im Verkehrssystem. Damit wird zugleich die Bedeutung eines stabilen und attraktiven ÖPNV-Angebots für die zukünftige Entwicklung deutlich.
Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König unterstreicht: „Die Ergebnisse zeigen, dass sich Investitionen in den ÖPNV lohnen. Eine auskömmliche und dauerhafte Co-Finanzierung durch Bund und Länder, in unserem Fall des Freistaats Bayern, ist daher mehr als gerechtfertigt und in noch größerem Maße notwendig.“

Broschüre ab sofort verfügbar
Die neue Ausgabe „Fakten & Daten – Wirtschaftsfaktor VAG“ steht unter vag.de/wirtschaftsfaktor online zur Verfügung und bietet einen umfassenden Einblick in die Ergebnisse der Studie.
 

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