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Mischbetrieb auf der U-Bahn-Linie U2: Der G1 nimmt Fahrgäste mit
Die VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg setzt einen fahrergesteuerten U-Bahn-Zug der Baureihe G1 auf der automatisierten U-Bahn-Linie U2 (Röthenbach –Flughafen) im Juli 2026 über mehrere Wochen im Fahrgastbetrieb ein.
Mischbetrieb kein Neuland
Der Mischbetrieb ist vielen Fahrgästen sicherlich noch aus der Zeit der Automatisierung der U2 in den Jahren 2008 bis 2010 bekannt. Damals fuhren nur auf der U-Bahn-Linie U3 Züge im vollautomatischen Betrieb ohne Fahrer*innen und begleiterlos. Damals von der Gustav-Adolf-Straße zum Maxfeld.
Auf dem gemeinsamen Streckenabschnitt zwischen Rothenburger Straße und Rathenauplatz wechselten sich also mehr als zwei Jahre vollautomatische Züge mit fahrergesteuerten ab. Dieser sogenannte Mischbetrieb ermöglichte die Automatisierung unter rollendem Rad, ohne den Betrieb auch nur einen Tag einzustellen. Das war damals weltweit einmalig.
In all den Jahren seit der Inbetriebnahme der U3 und schließlich der Automatisierung der U2 waren immer wieder einmal von Fahrer*innen gesteuerte Züge im Einsatz. Nämlich dann, wenn beispielsweise ein Streckenabschnitt kurzzeitig nur mit Fahrer*innen befahren werden konnte. Insofern ist bei der VAG der Mischbetrieb immer noch Standard, wenn auch eher selten.
Mehr Flexibilität und Kapazitäten im Betrieb ist das Ziel
Warum setzt die VAG nun wieder fahrergesteuerte Züge auf der U2 ein? Es geht um mehr Flexibilität und Kapazität. Einmal mit Blick auf steigende Fahrgastzahlen; dies insbesondere in Spitzenzeiten. Und dann mit Blick auf die Verlängerung der U3 bis Kleinreuth und Gebersdorf voraussichtlich 2027. Die Strecke wächst um zwei Stationen, die Fahrgastzahlen und die Anzahl der eingesetzten Züge werden steigen.
Testbetrieb in der Betriebsruhe und im Spätverkehr – jeweils ohne Fahrgäste
In den vergangenen Jahren hat die VAG mehrfach erfolgreich in der Betriebsruhe den Mischbetrieb mit dem G1 getestet. Die Mitarbeiter*innen des Kunden- und Systemservice im automatischen Betrieb fahren zudem regelmäßig einen automatischen Zug auf der Strecke der U2 manuell am Notfahrpult, um ihre Streckenkenntnis und Fahrpraxis zu erhalten.
Fahrgäste dürfen einsteigen
In einem weiteren Schritt erprobt der Betrieb nun den Einsatz des G1 auf der U2 mit Fahrgästen. Wie werden die Fahrgäste reagieren? Zunächst wahrscheinlich erstaunt. Andreas May, Betriebsleiter der VAG, und von 2008 bis 2012 Projektleiter für die Automatisierung der U2: „Es ist zweifellos interessant, dass wir jetzt wieder Mischbetrieb fahren. Wie damals können wir das, wenn es auch anfangs besonders spannend sein wird. Wir möchten erproben und zeigen, dass der G1 unauffällig, pünktlich und störungsfrei auf der U2 mitfahren kann. Da der G1 technisch dem DT3/DT3-F sehr ähnlich ist, werden die Fahrgäste kaum einen Unterschied merken. Die Fahrten in der ersten Nacht liefen erfolgreich. Der G1 war pünktlich und ohne Auffälligkeiten unterwegs.“
Wann fährt der G1 auf der U2?
Der Mischbetrieb auf der U2 mit einem G1-U-Bahn-Zug erfolgt smart, nämlich allmählich und immer häufiger, zu unterschiedlichen Tageszeiten. Von Montag, 6. bis Freitag, 10. Juli 2026 jeweils ab 21.00 Uhr bis Betriebsschluss,an den Sonntagen, 12. und 19. Juli 2026 ganztags,von Montag, 20. bis Mittwoch, 22. Juli 2026 zwischen circa 6.00 und 10.00 Uhr,am Donnerstag, 23. Und am Freitag, 24. Juli 2026 zwischen 6.30 und 8.00 Uhr auf der Teilstrecke Hauptbahnhof – Ziegelstein – einem besonders stark genutzten Abschnitt.
Der G1 fährt bis einschließlich 22. Juli nach Fahrplan anstelle eines automatischen Zuges und erscheint in der Fahrplanauskunft sowie auf den Anzeigern am Bahnsteig. Am 23. und 24. Juli 2026 fährt der G1 als zusätzlicher Zug, ersetzt also keinen automatischen Zug. Auch da wird er auf den Anzeigern dargestellt. Anstelle von elf automatischen Zügen in der Zeit von 6.30 bis 8.00 Uhr sind dann zwölf Züge auf der U2 unterwegs, inklusive des G1.
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