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Bauprogramm 2026: VAG setzt notwendiges Instandhaltungs- und Modernisierungsprogramm um – Schwerpunkt liegt dieses Jahr auf der Straßenbahn

Auch in diesem Jahr stehen im Netz der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg dringend notwendige Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen an. Die meisten Arbeiten finden altersbedingt statt, da Gleise und Anlagen nach bis zu 50 Jahren am Ende ihrer Nutzungsdauer angelangt sind. Regelmäßige und konsequente Instandhaltung ist das A und O. Denn so kann die VAG das Netz dauerhaft leistungsfähig halten, die Fahrgäste stets zuverlässig an ihre Ziele bringen und einen reibungslosen und sicheren Betrieb garantieren.

Ruhigere Betriebszeiten nutzen und Arbeiten bündeln
Die Baumaßnahmen wirken sich auf den Betrieb aus, das lässt sich leider nicht immer vermeiden. Um die Auswirkungen dennoch so gering wie möglich zu halten, versucht die VAG die Maßnahmen dann abzuwickeln, wenn erfahrungsgemäß weniger Fahrgäste unterwegs sind, zum Beispiel in den Ferienzeiten oder in den Abendstunden. Außerdem stimmen alle städtischen Partner ihre Arbeiten miteinander ab, um – wo möglich – Synergien zu schaffen. Das reduziert Ersatzverkehre und spart Kosten; Fahrgäste, Radfahrer*innen und Fußgänger*innen sowie der Individualverkehr müssen nicht mehrmals auf Ersatzverkehre oder Umleitungen ausweichen. Und auch für Anwohner*innen sind gebündelte Maßnahmen besser. Ein kleiner Nachteil ist damit allerdings verbunden – die Baumaßnahme dauert in der Regel länger. Im U-Bahn-Bereich arbeiten das städtische U-Bahn-Bauamt, die Eigentümerin der Anlagen, und die VAG als Betreiberin eng zusammen.

Straßenbahn – alle Maßnahmen auf einen Blick 
Der Schwerpunkt der Arbeiten liegt in diesem Jahr auf dem Straßenbahnnetz. Im Bereich der U-Bahn stehen kleinere Unterhaltsmaßnahmen an, die die VAG verteilt übers Jahr, abends ab 21.00 Uhr und während der betriebsfreien Zeiten erledigen kann.

Auftakt: Allersberger Straße – Linien 6, 7 und 8 betroffen
Los ging es in diesem Jahr mit den Bauarbeiten bereits am 24. März. In der Allersberger Straße – zwischen Wölckern- und Wodanstraße – stehen bis voraussichtlich Frühsommer 2027 umfangreiche Gleis- und Oberleitungsneubauten an. Und auch die städtischen Partner, SÖR, SUN und N-ERGIE, nutzen das Baufeld, um notwendige Arbeiten umzusetzen. Alle Infos zu den einzelnen Arbeiten gibt es auf der städtischen Projektseite zum Nachlesen. Während der Bauzeit ist die Allersberger Straße zwischen den Kreuzungen der Allersberger-/Schweiggerstraße und Allersberger-/Wodanstraße für den Durchgangsverkehr gesperrt. Die Straßenbahnlinien 6 (Doku-Zentrum – Westfriedhof), 7 (Tristanstraße – Hauptbahnhof) und 8 (Erlenstegen – Doku-Zentrum) müssen daher anders fahren als gewohnt. So fährt der 6er wie immer zwischen Westfriedhof und Schweiggerstraße. Ab Schweiggerstraße fahren die Bahnen über den Hauptbahnhof weiter als Linie 8 Richtung Erlenstegen. Der 7er fährt vom Hauptbahnhof zur Schweiggerstraße. Ab hier weichen die Bahnen aus Richtung Peterskirche und fahren bis zum Dutzendteich und wieder zurück. Und die Straßenbahnline 8 verkehrt zwischen Erlenstegen, Hauptbahnhof und Schweiggerstraße. Ab der Schweiggerstraße fahren die Bahnen weiter als Straßenbahnlinie 6 zum Westfriedhof. Alternativ setzt die VAG Ersatzbusse mit der Bezeichnung E8 ein. Diese sind zwischen Doku-Zentrum, Wodanstraße, Maffeiplatz und Frankenstraße unterwegs. An den Stationen Maffeiplatz und Frankenstraße können Fahrgäste auf die U-Bahn-Linie U1 umsteigen. Die Buslinie 45 leitet die VAG während der Bauzeit so um, dass sie das Angebot im Nibelungenviertel unterstützt.

Bauarbeiten in der Ostendstraße bremsen Linie 5 aus
Weiter geht es in den Sommerferien. Die VAG erneuert, parallel zu Straßenbauarbeiten durch SÖR, im Bereich der Ostendstraße altersbedingt rund 300 Meter Gleise. Die Straßenbahnlinien 5 (Worzeldorfer Straße – Tiergarten) und 11 (Gibitzenhof – Tiergarten) fahren in dieser Zeit nur zwischen Worzeldorfer Straße bzw. Gibitzenhof und Hauptbahnhof. Zwischen Hauptbahnhof und Tiergarten setzt die VAG Ersatzbusse ein, die die gleiche Route fahren wie die Straßenbahnen.

Letzte Maßnahme: Gleisbau im Bereich Frankenstraße
Ab 15. September bis 24. Oktober 2026 erneuert die VAG noch einmal Gleise, die ebenfalls am Ende ihrer Nutzungsdauer angelangt sind. Konkret geht es um rund 140 Meter zwischen Franken- und Lothringer Straße. Die Straßenbahnlinie 5 (Worzeldorfer Straße – Tiergarten) endet an der Christuskirche; zwischen Christuskirche und Worzeldorfer Straße ersetzt die Ersatzbuslinie E5 die Straßenbahn.

Neue Strecken fürs Straßenbahnnetz – es geht voran 
Neben den dringend notwendigen Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen wird das Nürnberger Straßenbahnnetz kontinuierlich erweitert. Aktuell stehen drei Streckenneubauten an: 

  • Die Wiederinbetriebnahme der Straßenbahnlinie 7 (Hauptbahnhof – Tristanstraße) über den Rathenauplatz hinaus bis zum Stadtpark. Die Bauarbeiten laufen auf Hochtouren, sodass voraussichtlich Ende November/Anfang Dezember 2026 der Betrieb starten kann.
  • Und auch im Süden geht es voran. Hier wird die Straßenbahnlinie 4 (Gibitzenhof – Am Wegfeld) ab der jetzigen Endhaltestelle Gibitzenhof über die Diana- und Minervastraße bis zum Anschluss an die Linie 5 in der Julius-Loßmann-Straße (Höhe Finkenbrunn) verlängert. Die rund 1,7 km lange Neubaustrecke ist ein wichtiger Lückenschluss im Straßenbahnnetz, der den Siedlungsschwerpunkten Falkenheim/Gartenstadt und Kettelersiedlung eine umsteigefreie Direktverbindung in den Stadtnorden und -westen ermöglicht. Die ersten vorbereitenden Kanal- und Leitungsarbeiten sind fast abgeschlossen, sodass die VAG ab Anfang Juni 2026 mit dem Gleisbau starten kann. Stand jetzt soll die neue Trasse Ende 2027 in Betrieb gehen.
  • Ebenfalls im Stadtsüden steht zudem die Verlängerung der Straßenbahn von der Allersberger Straße in den neuen Stadtteil Lichtenreuth bis zur U-Bahnstation Bauernfeindstraße an. Die künftige Trasse quert aus der Allersberger Straße kommend die Frankenstraße, führt dann zwischen Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und Z-Bau Richtung Süden über die Ingolstädter Straße ins Areal des ehemaligen Südbahnhofes. Nördlich der Bauernfeindstraße entsteht auf der Fläche des heutigen P+R-Parkplatzes eine Wendeschleife mit direktem Übergang zum U-Bahnhof. Die Straßenbahn wird auf einem eigenen begrünten Gleiskörper (Rasengleis) geführt werden. Parallel zur Gleistrasse ist eine Geh-/Radwegverbindung vorgesehen. Es sind insgesamt fünf neue barrierefreie Straßenbahnhaltestellen geplant. Aktuell läuft das Planfeststellungsverfahren, also eine Art Genehmigungsverfahren, das alle Interessen miteinander abwägt und auf einen Nenner bringt.

Stets aktuell informiert 
Zu allen Baumaßnahmen informiert die VAG jeweils zeitnah vorab auf ihren Kanälen, damit sich die Fahrgäste auf Fahrplanänderungen einstellen können. Aktuelle Informationen gibt es immer unter vag.de sowie in der NürnbergMOBIL-App. Persönliche Beratung bieten die Mitarbeiter*innen des VAG-Servicetelefons unter 0911/283-4646.

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