Straßenbahndepot öffnet am Wochenende
© VAG - Claus Felix
Wer Lust auf historische Fahrten hat, kann auch diese am Wochenende machen. Während der Öffnungszeiten des Museums pendelt die Historische Burgringlinie 15 ab Hauptbahnhof direkt ins Depot. Die Fahrten starten ab St. Peter von 10.20 bis 17.20 Uhr jeweils stündlich. Am Hauptbahnhof starten die Fahrten zwischen 10.55 bis 16.55 Uhr ebenfalls stündlich.
Mit dem Oldtimerbus entlang der Straßenbahnlinie 2
Am Sonntag, 7. Juni geht es mit dem Oldtimerbus auf Entdeckertour entlang der ehemaligen Straßenbahnlinie 2 vom Plärrer bis zu den U1-Bahnhöfen im Fürther Süden. Die Route führt über Klein- und Großreuth bei Schweinau. Wie anderen Vororten war auch diesen ehemals selbständigen Gemeinden von der Stadt Nürnberg angesichts der Eingemeindung zu Beginn des 20. Jahrhunderts, vor dem ersten Weltkrieg, eine Straßenbahnanbindung versprochen worden. Diese endete allerdings an der Gustav-Adolf-Straße, von wo es per Bus Richtung Westen ging. Inzwischen, auch das wird zu sehen sein, gibt es die U-Bahn-Linie U3 von der Gustav-Adolf-Straße in die Stadtteile Klein- und Großreuth bei Schweinau. Dort entstehen derzeit noch die zwei letzten U3-Bahnhöfe Kleinreuth und Großreuth, die 2027 eröffnet werden. Gratis dazu gibt es Informationen zu den Vororten und der Nachbarstadt Fürth.
Die knapp zweistündigen Fahrten starten um 13.30 und 15.30 Uhr im Historischen Straßenbahndepot und enden auch da. Eine Reservierung ist unter event.vag.de oder telefonisch unter 0911/283-4646 empfehlenswert. Der Preis für die knapp zweistündigen Fahrt beträgt 16,00 Euro pro Person.
Eintauchen in die Geschichte des ÖPNV
1888 rollten erstmals Pferdebahnen aus den Hallen in der Schloßstraße 1, dem heutigen Historischen Straßenbahndepot nahe der Regensburger Straße. 1974 wurde das Depot stillgelegt und zum „Eisenbahnjahr“ 1985 wurde es als „Historisches Straßenbahndepot St. Peter“ aus dem Dornröschenschlaf geweckt. Seitdem zeigt es mit über 23 Schienen-Veteranen und an manchen Wochenenden einer Vielzahl historischer Busse eine der größten Sammlungen alter Nahverkehrsfahrzeuge in Deutschland.
Begonnen hat die Geschichte des städtischen Nahverkehrs in Nürnberg bereits 1881, nachdem schon 1835 die erste Eisenbahn Deutschlands von Nürnberg aus nach Fürth gestartet war. Die Entwicklung ist mittels Fahrzeugen, diversen Ausstellungsgegenständen – von der Dienstkleidung, über Tickets und Arbeitsgeräte – sowie anhand von informativen Ausstellungstafeln nachvollziehbar. Beeindruckend ist auch eine der größten Modellstraßenbahnanlagen Deutschlands. Zum Verweilen lädt das "Straßaboh-Café" und bietet zu familienfreundlichen Preisen Speisen und Getränke.
Und wer Lust auf historische Fahrten hat, kann auch diese am Wochenende machen. Während der Öffnungszeiten des Museums pendelt die Historische Burgringlinie 15 ab Hauptbahnhof direkt ins Depot. Die Fahrten starten ab St. Peter von 10.20 bis 17.20 Uhr jeweils stündlich. Am Hauptbahnhof starten die Fahrten zwischen 10.55 bis 16.55 Uhr ebenfalls stündlich.
Erreichbarkeit und Ausflugstipp
Das Historische Straßenbahndepot wird vom Verein Freunde der Nürnberg-Fürther Straßenbahn e.V. in Zusammenarbeit mit der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg betrieben. Es ist mit den regulären Straßenbahnlinien 7 und 10 sowie der Buslinie 36 erreichbar, die jeweils an den Haltestellen Peterskirche halten.
Wer möchte, kann den Ausflug ins historische Straßenbahndepot mit einem Rundgang durch den Stadtteil St. Peter verknüpfen. Tipps für einen Rundgang gibt es auf dem Blog der VAG unter vag.de/blog