Sommerhitze: Die Klimaanlagen in unseren Bussen und Bahnen laufen
© VAG - Claus Felix
Die Möglichkeiten, die Temperatur in unseren Fahrzeugen zu regulieren, sind bei sehr hohen und sehr niedrigen Temperaturen begrenzt. Seit einigen Jahren ist die Klimatisierung von Bussen und Bahnen ein Thema, anders als noch Ende der 1990er Jahre. Wir beschaffen inzwischen ausschließlich Fahrzeuge mit Klimaanlage. In den 1990er Jahren und noch nach 2000 war das anders.
Die Außentemperatur ist unser Maßstab
Wir orientieren uns bei der Temperatureinstellung im Fahrzeug an der Außentemperatur. Mit steigender Außentemperatur wird die Temperaturkurve im Fahrzeug nachgezogen, steigt also mit. Der Grund: Es ist nicht gesund, wenn der Unterschied zwischen drinnen und draußen zu groß ist. Das empfinden auch viele Menschen so.
Ab 26 Grad Außentemperatur haben wir als Sollwert für die Innenraumtemperatur ein bis zwei Grad Celsius darunter festgelegt. Mit zunehmender Außentemperatur werden es bis vier Grad Celsius Unterschied.
Die Regelung erfolgt automatisch
Unsere Klimaanlagen werden nicht von unseren Fahrer*innen geregelt. Das hat einen einfachen Grund: Wir wollen in den Fahrzeugen möglichst einen Standard halten und dies nicht vom individuellen Empfinden von Fahrgästen und Fahrer*innen abhängig machen. Was unsere Fahrer*innen aber tun können: Sie öffnen an besonders heißen Tagen nicht alle Türen, sondern es öffnen sich nur die, bei denen Fahrgäste das Türöffnen angefordert haben. Das hält kühlere Luft im Inneren, hält warme Luft draußen.
Wie sieht es aus bei Bus, Tram und U-Bahn?
- 2025 haben wir im Busbereich die letzten Fahrzeuge ohne Klimaanlage außer Betrieb genommen.
- Wir haben Trambahnen mit und ohne Klimaanlage im Einsatz. Die älteren Bahnen aus den 1990er und von Anfang 2000er Jahren konnten im Zuge der Modernisierung vor einigen Jahren leider nicht nachgerüstet werden. Das Gewicht der Klimaanlagen wäre zu hoch gewesen. Mit Blick auf Sie, unsere Fahrgäste, haben wir aber die Fenster der Fahrzeuge mit UV-Schutzfolien beklebt und konnten so die Innenraum-Temperatur bei Sonneneinstrahlung um einige Grad senken.
- Ganz klar im Vorteil ist die U-Bahn. Im Untergrund haben wir ganzjährig gleichmäßigere Temperaturen.
- Die automatischen Züge der Baureihen DT3 und DT3-F haben keine Klimaanlage, sind aber ausschließlich im Tunnel mit Fahrgästen unterwegs.
- Eine Fahrgastklimatisierung hat der G1, unser neuester U-Bahn-Zug, der auf der U1 unterwegs ist.
Unsere Empfehlung für die heißen Tage in Bussen und Bahnen
Damit Sie gut durch die heißen Sommertage kommen, haben wir ein paar Tipps für Sie:
- Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall Trinkwasser mitzunehmen und regelmäßig zu trinken. Das gilt insbesondere für Kinder, ältere und kranke Menschen.
- Wer gesundheitliche Probleme hat, sollte die heißen Stunden, wenn möglich, meiden, also beispielsweise früh einkaufen gehen oder andere Aufgaben erledigen.
Mehr Informationen rund um die heißen Tage
Mehr Tipps zum Thema und wie man angenehmer durch den heißen Sommer kommt: hitze.nuernberg.de
ÖPNV-Fahrgäste sind Klimaschützer
Übrigens: Alle Fahrgäste von Bussen und Bahnen tragen dazu bei, dass sich das Klima nicht noch schneller erhitzt. ÖPNV-Fahrgäste reduzieren den klimaschädlichen CO2-Ausstoß von Verbrennerfahrzeugen. Danke dafür und dass Sie mit uns fahren.
Falls Sie noch etwas tiefer ins Thema einsteigen möchten, auf unserem Blog haben wir einen Beitrag.