Wirtschaftsfaktor VAG: Jeder Euro für den Nürnberger ÖPNV zahlt sich aus
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Zentrale Studienergebnisse im Überblick
Die gesamtwirtschaftliche Wirkung der VAG in der Stadt Nürnberg und der Metropolregion:
- Ein Großteil der Unternehmensausgaben kommt direkt bei der lokalen und regionalen Wirtschaft an. Von jedem Euro, den die VAG ausgibt, fließen rund 87 Cent in die Metropolregion, 57 Cent davon verbleiben in Nürnberg. Die VAG ist damit ein stabiler Nachfragefaktor für zahlreiche Unternehmen und Dienstleister.
- Die VAG löst in der Stadt Nürnberg eine Wertschöpfung von knapp 250 Millionen Euro aus. In der Metropolregion steigt dieser Wert auf etwa 385 Millionen Euro. Jeder Euro direkter Wertschöpfung der VAG löst also mehr als das Doppelte an gesamtwirtschaftlicher Leistung in der Stadt Nürnberg und der Region aus.
- Jeder Arbeitsplatz bei der VAG sichert nahezu einen weiteren in Nürnberg und der Metropolregion. In der Stadt Nürnberg sind rund 2.500 Erwerbstätige mit der Geschäftstätigkeit der VAG verbunden, in der Metropolregion insgesamt über 4.100 Arbeitsplätze. Die VAG ist damit nicht nur Arbeitgeber, sondern sichert in erheblichem Umfang Beschäftigung entlang lokaler wie regionaler Liefer-, Dienstleistungs- und Konsumketten.
- Aus den Beschäftigungseffekten resultieren substanzielle Einkommensimpulse. In der Stadt Nürnberg werden durch die VAG jährlich rund 150 Millionen Euro, in der Metropolregion knapp 240 Millionen Euro an Einkommen ausgelöst. Diese fließen zu großen Teilen wieder in den lokalen wie regionalen Konsum zurück und verstärken die wirtschaftlichen Sekundäreffekte.
- Auch die öffentlichen Haushalte profitieren von der Geschäftstätigkeit der VAG: Für den Freistaat Bayern und die Kommunen der Metropolregion ergeben sich aus direkten und indirekten Steuer- und Abgabeneffekten Mehreinnahmen von knapp 30 Millionen Euro.
Hypothetisches Reduktionsszenario zeigt einmal mehr die Bedeutung des ÖPNV
Über die regionalwirtschaftlichen Effekte hinaus analysiert die Studie den kommunalen und gesellschaftlichen Nutzen der Verkehrsleistungen der VAG. Hierzu wurde von CONOSCOPE ein hypothetisches Reduktionsszenario betrachtet, in dem das ÖPNV-Angebot gegenüber dem Ist-Zustand 2024 um rund 50 Prozent reduziert wird.
Die Modellrechnung zeigt: Rund 190.000 Personenfahrten je Werktag würden vom ÖPNV abwandern, davon rund 69 Prozent in den Pkw-Verkehr. Dies hätte unter anderem zusätzliche Investitionen in Straßen und Parkraum, höhere Kosten für Privathaushalte sowie steigende Unfall- und Umweltkosten zur Folge. Insgesamt entstünden durch die ÖPNV-Reduktion zusätzliche gesamtwirtschaftliche Kosten von rund 76,2 Millionen Euro pro Jahr, während die effektiven Kosteneinsparungen bei der VAG mit rund 14,2 Millionen Euro deutlich geringer ausfallen würden. Das Nutzen-Kosten-Verhältnis liegt damit bei 5,2. Das bedeutet: Ein Euro kommunaler Zuschuss an die VAG erzeugt einen gesamtwirtschaftlichen Nutzen von über fünf Euro.
Einordnung und Perspektive
Der ÖPNV in Nürnberg leistet einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit von Stadt und Region insgesamt. Die Effekte der Verkehrsleistungen der VAG reichen dabei von Wertschöpfung und Beschäftigung über zusätzliche Einnahmen für die öffentlichen Haushalte bis hin zu vermiedenen Folgekosten im Verkehrssystem. Damit wird zugleich die Bedeutung eines stabilen und attraktiven ÖPNV-Angebots für die zukünftige Entwicklung deutlich.
Broschüre ab sofort verfügbar
Einen umfassenden Einblick in die Ergebnisse der Studie bietet die neue Ausgabe „Fakten & Daten – Wirtschaftsfaktor VAG“. Sie steht unter vag.de/wirtschaftsfaktor online zur Verfügung.