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Der U-Bahnhof Scharfreiterring erstrahlt in neuem Glanz.

Revitalisierung der U-Bahnhöfe

Unter dem Namen Revitalisierung haben wir 2012 zusammen mit dem U-Bahn-Bauamt der Stadt Nürnberg ein Projekt gestartet, um die in die Jahre gekommenen älteren U-Bahnhöfe aufzuwerten. Einige dieser U-Bahnhöfe der ersten Generation sind über 40 Jahre alt. Mit geeigneten, kostengünstigen Maßnahmen wollen wir mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen:

  • Durchführung technisch bedingter Sanierungen
  • Optische Aufwertung der U-Bahnhöfe
  • Verbesserung der Barrierefreiheit, der Fahrgastinformation, des Wartekomforts und des Sicherheitsempfindens

Unser Ziel: Auch alle Bahnhöfe, bei denen derzeit kein Sanierungsbedarf oder technisch bedingte Maßnahmen bestehen, wollen wir sukzessive mit den neuen Elementen ausstatten. Dadurch stärken wir nicht nur die Erkennbarkeit und Identität des U-Bahnnetzes, sondern verbessern auch dessen Attraktivität und Funktionalität.

2015 beginnt das Projekt Revitalisierung am Scharfreiterring

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So sieht der Scharfreiterring nach der Verschönerung aus

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Revitalisierung – was bedeutet das?

Bereits seit Herbst 2012 hat ein Projektteam 28 ältere der insgesamt 42 auf Nürnberger Stadtgebiet liegenden U-Bahnhöfe erfasst und gemäß ihrer Entstehungszeit, Lage und Architektur eingeteilt und bewertet. Technisch ist derzeit jeder der U-Bahnhöfe auf dem aktuellen Stand. Das gilt jedoch nicht für die Bausubstanz wie Bahnsteigkanten und für das Erscheinungsbild insgesamt, vor allem an den 28 älteren Stationen.

Bei der Begutachtung wurden Maßnahmen definiert, die an allen U-Bahnhöfen, vor allem entlang der U1, für ein besseres Erscheinungsbild sorgen werden. Dazu gehören:

  • erneuerte Sitzbänke
  • Papierkörbe aus Edelstahl
  • Multifunktionsvitrinen mit Feuerlöscher
  • neu gestaltete Windfänge bei oberirdischen Stationen
  • eine umfassende Aufwertung des Wegeleitsystem

Welche U-Bahnhöfe werden verschönert?

Die älteren U-Bahnhöfe sind in zwei Gruppen eingeteilt worden: Zu der ersten Gruppe gehören jene Bahnhöfe, die vom U-Bahnbauamt von Grund auf saniert werden müssen. Den Anfang machte 2015 der U-Bahnhof Scharfreiterring, 2019 ist der U-Bahnhof Muggenhof an der Reihe.

Der anderen Gruppe wurden die Bahnhöfe zugeordnet, deren Substanz noch besser erhalten ist. Die dort anberaumten Maßnahmen setzen wir im Rahmen unseres Instandhaltungsprogrammes durch. Insbesondere das neu entwickelte Wegeleitsystem soll Schritt für Schritt an allen Bahnhöfen umgesetzt werden. Wir planen pro Jahr bis zu vier U-Bahnhöfe umzugestalten, damit diese wieder einladender werden. Den Anfang machte der U-Bahnhof Frankenstraße, es folgten 2017 noch die U1-Bahnhöfe Eberhardshof, Langwasser Mitte, Gemeinschaftshaus und Langwasser Süd.

Maßnahmen für besonders komplexe U-Bahnhöfe – wie Plärrer, Hauptbahnhof und Lorenzkirche, die über mehrere Ebenen oder zahlreiche Geschäfte im Verteiler verfügen – werden in gesonderten Projekten geplant. Hier gibt es mehr Schnittstellen und deutlich komplexere Aufgabenstellungen.

Pilotprojekt Scharfreiterring

Der Bahnhof Scharfreiterring am Südast der Linie U1 Richtung Langwasser konnte 2015 als erster Pilotbahnhof realisiert werden. Eine Fahrgastbefragung bestätigte die hohe Zufriedenheit unserer Kunden mit dieser Maßnahme: Im Schnitt vergaben die Kunden die Note 1,88 während der Bahnhof vor der Modernisierung mit 3,69 gerade mal als „ausreichend“ eingestuft wurde.

Von außen weist nun ein sichtbares blaues U-Bahn-Schild mit LED-Leuchtband den Fahrgästen den Weg zum U-Bahnhof. Im Eingangsbereich des oberirdischen Bahnhofes sorgt eine neue, einheitliche Beleuchtung für bessere Lichtverhältnisse und damit für mehr Atmosphäre. Die Lichtkuppeln im überdachten Zugangsbereich wurden generalüberholt und sind nachts beleuchtet. Die Betonwand im Zugangsbereich auf Höhe der Fußgängerbrücke ist nun geöffnet und verglast, so kommt mehr Tageslicht herein und die Verglasung bietet Schutz vor Witterung.

Seit der Generalüberholung befinden sich die Personenzählanlagen und Entwerten an den Treppenabgängen, so dass der Zugangsbereich geräumiger wirkt und barrierefreier wird. Außerdem wurden insgesamt rund 13 Kilometer Elektroleitungen und 1.200 Quadratmeter Granitplatten neu verlegt sowie 500 Meter Lichtbänder am Bahnsteig und in der Verteilerhalle angebracht.

Neu sind auch die Fahrplanvitrinen, die Sitzgelegenheiten und die Leitbeschilderung. Die grauen Betonwände und auch die farbigen Anstriche haben Mitarbeiter gereinigt oder neu gestrichen. Helle Granitplatten ersetzten den Bodenbelag aus dunklen Betonplatten am gesamten U-Bahnhof. Das darin integrierte, neue und durchgängige Blindenleitsystem hilft sehschwachen und blinden Fahrgästen, sich schnell und zuverlässig im Bahnhof zu orientieren - ebenso helfen bessere Kontraste bei der Möblierung sowie tastbare Markierungen an den Handläufen.

Die Gesamtkosten der Sanierung betragen etwa 4,36 Millionen Euro, etwa zehn Prozent dieser Summe fallen auf die Revitalisierung zurück.

Revitalisierung Frankenstraße

Die Arbeiten am U-Bahnhof Frankenstraße, der seit 1974 in Betrieb ist, begannen im Herbst 2016 mit der Treppensanierung. Anfang des Jahres wurden die Sitzflächen der Holzbänke und die Abfallkörbe ausgetauscht. Zum Abschluss der Maßnahme werden an der Oberfläche durch den Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg (SÖR) die Bushaltestellen mit Blindenleitplatten versehen und somit der Bodenbelag erneuert.

Inzwischen sieht man an allen Treppenaufgängen bzw. -abgängen – die den gleichnamigen Busbahnhof mit dem U-Bahnhof verbinden – sowie am Busbahnhof Frankenstraße und im Untergrund deutliche Fortschritte: Bisher wurden fünf der sieben Treppen durch neue Treppen aus Stahlbeton ersetzt. Die Betonwände an den Abgängen, am Busbahnhof und im Untergrund wurden abgestrahlt. Alle Fliesen wurden gründlich gereinigt, an die Stelle von abgeplatzten oder gesprungenen Fliesen kamen neue. Das gilt auch für die anderen Flächen; Oberlichter, Einbauten und Jalousien am Kiosk strahlen jetzt wieder wie neu. Maler sorgten für die Auffrischung der Farbe, die Sitzflächen der Holzbänke und Abfallkörbe wurden ausgetauscht. Und auch die Wegeleitbeschilderung ist neu: Sie wird  zusätzlich durch Tafeln an den Säulen am Bahnsteig ergänzt, die den Linienverlauf zeigen.

Der U-Bahnhof Frankenstraße erstrahlt in neuem Glanz

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