Meine VAG
Der Konsum von Alkohol in Bussen und Bahnen wird ab 2011 untersagt
Künftig soll in Bussen, Straßenbahnen und U-Bahnen sowie
in den U-Bahnhöfen ein Konsumverbot für Alkohol gelten.
Das Alkoholkonsumverbot wird zum 1. Januar 2010 von der
VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg eingeführt. Auch
die Verkehrsbetriebe der Stadt Fürth ziehen mit.
Die Neuregelung zum Alkoholkonsum orientiert sich an den
entsprechenden städtischen Satzungen, die den Konsum
alkoholischer Getränke in bestimmten öffentlichen Anlagen
untersagen. In der Hausordnung der VAG wird der entsprechende
Passus aufgenommen. Die Regelung gilt für alle
Linienfahrzeuge, nicht aber für gesondert angemietete Fahrten
oder auch die beliebten Glühweinfahrten im Advent. In
der ersten Phase geht es vor allem um die Information der
Fahrgäste, ähnlich wie bei der Einführung des Rauchverbotes.
Der Konsum alkoholfreier Getränke sowie das Essen sind
weiterhin erlaubt, allerdings bittet die VAG die Fahrgäste,
sich umsichtig zu verhalten und dazu beizutragen, dass die
Fahrzeuge und Anlagen sauber bleiben. Das heißt: Auf Speisen,
die stark riechen, die tropfen oder leicht in einzelnen
Bestandteile zerfallen, sollen die Fahrgäste künftig möglichst
verzichten. Klassische Beispiele sind hier der Döner oder die
Tüte mit Pommes.
Alkoholkonsumverbot
„Es geht uns nicht darum, Fahrgäste, die etwas getrunken haben, von der Beförderung auszuschließen“, stellt Tim Dahlmann-Resing, Geschäftsbereichsleiter Planung, Marketing und Vertrieb der VAG klar. „Jeder, der bei einer Feier, im Restaurant oder auf dem Volksfest Alkohol getrunken hat, kann selbstverständlich weiterhin mit der VAG nach Hause fahren. Voraussetzung ist aber in jedem Fall, wie bisher auch, dass sich diese Fahrgäste so benehmen, dass andere Fahrgäste sich nicht belästigt fühlen bzw. nicht belästigt oder bedrängt werden.“ Fahrgäste, die andere belästigen, könnten bereits heute von der Beförderung ausgeschlossen bzw. des Platzes verwiesen werden. Aber, und hier hakt der Betriebesleiter der VAG, Konrad Schmidt, ein, die Entwicklung der vergangenen Jahre habe die Thematik verschärft. Insbesondere Jugendliche trinken heute in der Öffentlichkeit und hier eben auch in Bussen und Bahnen. Die überwiegende Mehrzahl der Fahrgäste empfinde dies mehr als unangenehm. Teils fühlten sich Fahrgäste unsicher, gerade wenn ganze Gruppen lautstark die Flaschen kreisen lassen, so Schmidt. „Beim Alkoholkonsum handelt es sich zwar um ein gesamtgesellschaftliches Problem, das wir sicherlich nicht lösen können, aber wir sind betroffen und müssen mit Blick die Mehrzahl unserer Kunden aktiv werden.“


