Meine VAG
Straßenbahn

Von der einstigen Pferdestraßenbahn zur heutigen Variobahn. Über 125 Jahre fahren Straßenbahnen durch Nürnberg. Und waren immer auf der Höhe ihrer Zeit. Die heutigen bequemen Straßenbahnen nutzen täglich über 100.000 Menschen.
Seit 1896 fährt in Nürnberg die damals so genannte Elektrische. In den mehr als 100 Jahren seit der Einführung der ersten elektrischen Straßenbahn unterlagen die Fahrzeuge einem ständigen Wandel.
Einstieg mit "niedrigem" Niveau
Heute besteht der Fahrzeugpark vollständig aus Straßenbahnen mit niederflurigen Einstiegen. Besonders für ältere oder mobilitätseingeschränkte Fahrgäste und für Eltern mit Kinderwagen bedeutet das eine spürbare Erleichterung beim Ein- und Aussteigen. Dafür setzen wir Niederflurfahrzeuge vom Typ GT6N, GT8N (CityBahnen) und GTV6 (Variobahn) mit einem durchgängig niedrigen Fußboden ein sowie Fahrzeuge vom Typ N8, bei denen in den Jahren 1993 und 1994 ein Niederflurmittelteil mit dem bequemen niederflurigen Einstieg eingebaut wurde.
Mehr Platz und Komfort - unsere CityBahnen
Die Einführung der CityBahnen im Jahr 1995 brachte nicht nur technische Neuerungen mit sich. Anstelle der bisherigen Antriebstechnik fahren CityBahnen mit Drehstromantriebstechnik. Dies hat den Vorteil, dass beim Bremsen die Bewegungsenergie in elektrischen Strom gewandelt und ins Fahrstromnetz zurückgespeist wird. Der Rückspeisegrad beträgt ca. 20 bis 25 Prozent.
Für unsere Fahrgäste bieten sie deutliche Verbesserungen im Fahrzeuginneren:
- Mit Übergängen zwischen den Fahrzeugteilen wurde ein durchgängiger Fahrzeuginnenraum geschaffen.
- Anstelle von Sitzbänken haben die CityBahnen mit Stoff bezogene, ergonomisch geformte Einzelsitze.
- Der Platz für Kinderwägen und Rollstühle wurde vergrößert.
- Das Angebot von Festhaltemöglichkeiten im Türbereich und im Fahrzeuginneren wurde erhöht.
- Große Fensterflächen lassen mehr Licht ins Fahrzeug, wodurch das Fahrzeuginnere heller und freundlicher ist.
- Außerdem sind die CityBahnen mit digitalen Haltestellenansagen sowie mit Haltestellen- und Linienverlaufsanzeigen zur Fahrgastinformation ausgerüstet.

Weiterentwicklung der CityBahn-Technik
Bei der Beschaffung des vierteiligen GT8N flossen die Erfahrungen mit dem dreiteiligen GT6N ein und führten zu Weiterentwicklungen in der Technik und im Komfort:
- Der Fahrkomfort wurde durch den Einsatz einer neuartigen Knickwinkelsteuerung verbessert.
- Der Achsabstand in den Drehgestellen (Fahrwerken) wurde von 1.850 auf 2.000 Millimeter vergrößert.
- Der Wagenkasten beim GT6N besteht aus korrosionsarmen Stahl, beim GT8N wird für den Bau des Wagenkastens eine Aluminiumschweißkonstruktion mit eingeklebtem Dach- und Kopfelementen aus glasfaserverstärktem Kunststoff eingesetzt.
- Das zusätzliche Wagenteil beim vierteiligen GT8N gegenüber dem dreiteiligen GT6N bietet mehr Platz. Der Sitzabstand konnte teilweise vergrößert werden.
- Auch für unsere Fahrer gab es Verbesserungen. So wurde der Fahrerstand mit einer Klimaanlage ausgerüstet.
Zusätzlich wurden die CityBahnen seit 2007 mit Videoüberwachungsanlagen ausgerüstet.
Unser neuestes Fahrzeug - die Variobahn
Seit der Anlieferung unserer acht Variobahnen bis Spätsommer 2009 und der stufenweisen Ausmusterung unserer N8-Fahrzeuge, können wir unsere Fahrgäste mit einer modernen Flotte befördern, die zu 100 Prozent niederflurige Einstiege bietet. Das bedeutet maximalen Komfort beim Ein- und Aussteigen.

Die Variobahn hat aber noch mehr zu bieten:
- Niederflurgelenktriebwagen in modularer Bauweise aus korrosionsträgem Stahl in fünfteiliger Ausführung.
- Wagenteile, die nicht auf Fahrwerken sitzen, so genannte "Sänftenmodule", die unseren Fahrgästen, besonders Rollstuhlfahrern und Eltern mit Kinderwagen extra viel Platz bieten.
- Getriebeloses Antriebskonzept mit acht leisen, wassergekühlten Radnabenmotoren.
- Eine Fahrgastraumklimatisierung sorgt für angenehme Temperaturen im Innenraum.
- Fahrerstandsklimatisierung.
- Gut ablesbare LED-Frontanzeigen sowie TFT-Flachbildschirme zur Haltestelleninformation im Innenraum.
- Videoüberwachung des Fahrgastraumes.
Instandhaltung der Fahrzeuge
Im Jahr 2003 wurde die Straßenbahnwerkstätte an der Heinrich-Alfes-Straße in Betrieb genommen. Die Instandhaltung der 48 Straßenbahnen wird dort von ca. 55 Mitarbeitern durchgeführt. Außerdem werden zwei Gleisbaufahrzeuge und verschiedene Arbeitsfahrzeuge betreut.
Und übrigens:
Eine Straßenbahn legt durchschnittlich rund 70.000 Kilometer im Jahr zurück.
Sicherheit auf allen Linien
Technik im Detail


