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Freitag, 12.03.2010, 04:25

Unser Fahrgastbeirat

Gemeinsam für einen attraktiveren öffentlichen Nahverkehr

Unser Fahrgastbeirat und seine Ziele
Im Jahr 2002 haben wir den Fahrgastbeirat als eine Plattform zur Kommunikation mit unseren Kunden ins Leben gerufen. Gemeinsam mit den Fahrgastbeiräten wollen wir die Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs in Nürnberg weiter verbessern.

Wir wünschen uns Anregungen und Ideen rund um unsere Dienstleistung, damit wir den öffentlichen Nahverkehr im engen Austausch mit ihnen weiterentwickeln können.

Zusammensetzung und Aufgaben des Fahrgastbeirates
Unser Fahrgastbeirat besteht aus elf Nürnbergern, die einen Querschnitt der VAG-Fahrgäste darstellen. Selbstverständlich handelt es sich dabei um fleißige Nutzer unserer Busse und Bahnen, die ihre eigenen ER-FAHR-UNG in die Arbeit im Fahrgastbeirat einbringen. Außerdem arbeiten jeweils vier Vertreter von Nürnberger Institutionen mit.

Die Mitgliedschaft im Fahrgastbeirat dauert 18 Monate. In dieser Zeit sind sechs Sitzungen geplant. Zudem laden wir den Beirat gelegentlich zu Vor-Ort-Terminen ein, um eine Meinung zu bestehenden oder geplanten Angeboten einzuholen.

Neue Mitglieder immer gesucht
Für unseren Fahrgastbeirat suchen wir ständig engagierte VAG-Fahrgäste, die unsere Verkehrsmittel in Nürnberg regelmäßig oder zumindest gelegentlich nutzen und gern unseren künftigen Fahrgastbeirat mitgestalten möchten.

Sie sind interessiert und wohnen in Nürnberg, dann bewerben Sie sich bitte bei uns. Füllen Sie dazu den Fragebogen aus und senden Sie ihn an uns.

Gemeinsam erfolgreich arbeiten
In den mittlerweile 6 Jahren seines Bestehens haben viele Nürnberger und Nürnbergerinnen im Fahrgastbeirat engagiert mitgearbeitet und uns viele gute Anregungen geliefert. Es sind ja oft die kleinen Dinge, die das Leben leichter machen und so auch die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel.
Außerdem arbeitet ein Mitglied des Fahrgastbeirates im Projektbeirat der Stadt Nürnberg zum Nahverkehrsentwicklungsplan mit und vertritt dort die Interessen aller Fahrgäste.

Damit Sie einen Einblick in die Arbeit des Fahrgastbeirates bekommen, stellen wir Ihnen hier einige der umgesetzten Vorschläge aus dem Fahrgastbeirat dar. Selbstverständlich wird diese Aufstellung ständig ergänzt.

Anregung aus dem Fahrgastbeirat Umsetzung
Installation der Fahrplankästen in die Wartehallen, um so das Licht der Wartehallen zum Lesen nutzen zu können und gleichzeitig einen Wetterschutz zu haben. In den nächsten Jahren werden die Fahrplankästen sukzessive in den Wartehallen installiert.
Installation von Schienennetzplänen hinter den Gleisen in den U-Bahnhöfen. In den U-Bahnhöfen Plärrer und Hauptbahnhof wurden 2006 entsprechende Tafeln mit dem Schienennetzplan Nürnberg-Fürth hinter den Gleisen montiert.
Gehbehinderte Fahrgäste können beim Ein- bzw. Aussteigen in Aufzügen Probleme haben. Deshalb wurde eine Verlängerung der Taktschließzeit bei unseren Aufzügen vorgeschlagen. Mit einem gehbehinderten Fahrgastbeirat wurde ein entsprechender Test durchgeführt. Im Anschluss wurde beschlossen, die Taktschließzeit aller Aufzüge von 7 auf 10 Sekunden zu verlängern.
Der Fahrgastbeirat sah die Straßenbahnhaltestellen in der Schmausenbuckstraße aufgrund der Autofahrer, die aussteigende Fahrgäste nicht beachten, als große Gefahrenquelle für die Nutzer der Straßenbahn an. Zum Schutz unserer Fahrgäste wurde das Verkehrszeichens Z224 StVO (Haltestellensymbol) auf die Fahrbahn an den Straßenbahnhaltestellen in der Schmausenbuckstraße angebracht.
An der Bushaltestelle Tiroler Straße war der Ampelmast so nah an der Fahrbahn, dass bei einem ungünstigen Halt des Busses, d. h. mit der Tür direkt vor dem Mast das Aus- und Einsteigen stark behindert und für Rollstuhlfahrer und Kinderwagenführer unmöglich wird. Um ein Halten des Busses mit der Tür vor dem Ampelmast zu vermeiden, wurde Anfang März 2005 an dieser Haltestelle ein Haltenagel, welcher die genaue Halteposition des Busses markiert, gesetzt.
Haltestelle Bayernstraße Linie 65: Fehlender Hinweis auf die unten liegende Haltestelle der Straßenbahnlinie 7. Der Fahrplan der Straßenbahn-Linie 7 wurde im Bereich der Haltestelle der Linie 65 - Bayernstraße angebracht. Um Verwechslungen zu vermeiden, allerdings nicht am Haltestellen-Mast der Linie 65, sondern in unmittelbarer Nähe des Treppenabgangs zur Straßenbahnhaltestelle. Der Treppe gegenüber brachte die Stadt Nürnberg ein Hinweisschild zu dieser Haltestelle an.
Nach der Eröffnung des Möbelhauses XXXLutz monierten Fahrgastbeiräte, dass es auf der Linie 65, Richtung Röthenbach, zu Verspätungen von 5 bis 8 Minuten kommt, und das nicht nur während der Zeit des Volksfestes. Bei einer internen Fahrzeitüberprüfung (Mitte 2005) der Linie 65 stellten wir fest, dass die Pünktlichkeit stark abgenommen hat. Dafür gab es verschiedene Gründe, auf die wir als VAG keinen Einfluss hatten (z. B. Brückensanierung Schweinauer Hauptstraße, Überlastungen im Bereich Frankenstraße aufgrund des Autoverkehrs zum XXXLutz). Selbst die schon zum großen Teil realisierten Vorrangschaltungen an den Ampelanlagen konnten diese Beeinträchtigungen nicht kompensieren.
Die einzige Möglichkeit, eine Verbesserung der Pünktlichkeit zu errei¬chen, bestand im Einsatz eines zusätzlichen Busses auf der Linie 65.
Trotz der jährlichen Betriebskosten für den Einsatz eines weiteren Busses von ca. 200.000 Euro wurde entschieden, zum nächsten Fahrplanwechsel (2005/06) einen weiteren Bus auf der Linie 65 einzusetzen.
Während eines Schienenersatzverkehrs stellte ein Fahrgastbeirat fest, dass vor dem Ausstieg aus dem Bus immer die Haltewunschtaste gedrückt werden musste, was sonst in Straßenbahnen nicht üblich ist. Während des Schienenersatzverkehres fährt der Bus ja sozusagen als Straßenbahn. Warum musste dann vor dem Ausstieg die Haltewunschtaste gedrückt werden? Es wurde eine entsprechende Dienstanweisung für Schienenersatzverkehr herausgegeben, die um den Zwangshalt (Stopp an der Haltestelle, ohne dass der Fahrgast vorher den Wunschhalte-Knopf betätigen musste) ergänzt wurde.
An der 2007 neu eingerichteten Haltestelle Ziegenstraße wünschten sich die Mögeldorfer Senioren eine Bank. Seit dem 5. Februar 2007 steht an dieser Haltestelle auch eine Bank.
Warum fehlt bei Durchsagen in der U-Bahn (Durchsagen, die der Fahrer tätigt sowie die der Zentralen Serviceleitstelle) bei Störungen das Wort "Entschuldigung"? Es würde die Durchsage freundlicher gestalten. Diese Anregung haben wir aufgenommen und an die Zentrale Serviceleitstelle weitergegeben. Dort wurde daraufhin bei den automatischen Ansagetexten der Zusatz "Wir bitten um Ihr Verständnis" mit aufgenommen.