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Coolrider

Schüler sprechen mit Schülern

Rund 50.000 Kinder und Jugendliche nutzen täglich im Schülerverkehr unsere Verkehrsmittel. Hierbei kommt es auch mal zu Auseinandersetzungen unter Schülern, oder zu Konflikten zwischen Jugendlichen und Erwachsenen. Die Gründe sind Stress, Zeitdruck, Gruppendruck, mangelndes Gefahrenbewusstsein der Jugendlichen und nicht zu vergessen, die unterschiedlichen Sichtweisen von Erwachsenen und Jugendlichen. Da kann es schon mal zu unangenehmen Situationen in Bussen oder Bahnen kommen.

Wir wollen jedoch allen Fahrgästen angenehme und vor allem sichere Fahrten gewährleisten. Um dieses Ziel zu erreichen, verfolgen wir unterschiedliche Ansätze. Im Rahmen unserer Kinder- und Jugendarbeit suchen wir beispielsweise schon frühzeitig das Gespräch mit Kindern und Jugendlichen, um sie bereits in ihrem zarten Alter für die Notwendigkeit eines funktionierenden öffentlichen Personennahverkehrs in einer lebenswerten Großstadt zu sensibilisieren.

In Erweiterung zu den Projekten, die sich an Vorschulkinder und Schüler der Grundschulen wenden, haben wir im Jahre 2003 eine Aktion in Zusammenarbeit mit Nürnberger Schulen und der Polizeidirektion Nürnberg gestartet: Wir bilden Schüler ab dem 13. Lebensjahr zu Fahrzeugbegleitern - oder wie sie sich selbst nennen Coolridern - aus, damit sie eigenverantwortlich für mehr Sicherheit auf dem Schulweg, für weniger Gewalt und für einen fairen Umgang untereinander sorgen können.

Wesentliche Inhalte des Projekts, wie auch den Namen, haben Schülerinnen und Schüler selbst erarbeitet, was vermutlich die hohe Akzeptanz des Konzeptes unter den Jugendlichen erklärt. Hier entstand eine Aktion von Jugendlichen für Jugendliche.

Das Motto der Coolrider lautet: "Hinschauen statt Wegschauen!"

Die Coolrider übernehmen Verantwortung, wirken beruhigend auf jugendliche Fahrgäste ein und sorgen so für eine angenehme Atmosphäre in öffentlichen Verkehrsmitteln. Sie helfen sogar, Vandalismusschäden zu reduzieren. Sie sind jedoch keine Sheriffs. Gewaltfreiheit ist das oberste Prinzip.

Die Schülerinnen und Schüler führen diese Tätigkeit ehrenamtlich aus. Es gibt keine monetäre Belohnung. Die Jugendlichen bestätigen jedoch, dass es für sie sehr wichtig ist, sich sozial zu engagieren.

2011-11_Foto_Jahresversammlung_2011

Ganz leer gehen sie jedoch nicht aus. Jeweils nach einem Jahr Tätigkeit als Coolrider werden sie in einer zentralen Veranstaltung gewürdigt.