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Mit dem Bus unterwegs

Die Nürnberger Busse

 



Wir setzen rund 350 Busse auf 61 Buslinien ein. Dabei werden jährlich 15 Millionen Kilometer zurückgelegt und ca. 67 Millionen Fahrgäste chauffiert.

Über 80 Jahre Busbetrieb
In Nürnberg und den Nachbarorten Fürth, Erlangen, Oberasbach, Schwabach, Schwaig, Stein sowie Zirndorf betreiben wir 61 Buslinien mit einer Streckenlänge von fast 620 Kilometern. Jährlich werden mit 258 eigenen und 100 Mietfahrzeugen auf allen Buslinien zusammengenommen rund 15 Millionen Kilometer gefahren und ca. 67 Millionen Menschen an ihr Ziel gebracht. Der Bus ist somit eine zuverlässige und nicht mehr wegzudenkende Komponente des öffentlichen Personennahverkehrs.

Ein Jubilar mit Allrounder-Qualitäten
Omnibus, eigentlich lateinisch "für alle".

Sicher ist er. Zuverlässig sowieso und wirtschaftlich. Komfortabel ist er dank stufenlosem Einstieg plus Absenkmöglichkeit: Für alle, die mit Kinderwagen unterwegs sind, mit schwerem Gepäck oder die nicht mehr so beweglich sind. Flexibel ist er dank kurzfristig einsetzbarer Sonderwagen, wenn die Nachfrage besonders groß ist, günstig für Schüler und Berufstätige. Um auf allen Linien die Fahrgäste optimal und komfortabel zu befördern, haben wir drei verschiedene Busgrößen im Einsatz:

Pfeil nach rechts den Niederflur-Gelenkbus
Pfeil nach rechts den Niederflur-Solobus
Pfeil nach rechts und den kleineren Midi-Bus

Die Spezialisten vor Ort

 

Unsere Busse werden in der betriebseigenen Omnibuswerkstatt instand gesetzt. Die Buswerkstatt hat hier qualifizierte Fachkräfte aus allen nötigen Bereichen - von Kraftfahrzeugsschlossern bis Kraftfahrzeugselektronikern - zur Verfügung. Neben den Reparaturen und der Wartung finden in der werkstatteigenen Prüfstraße auch die Hauptuntersuchungen und Sicherheitsprüfungen sowie die Abgasuntersuchungen und die Tachoprüfungen statt. Im Rahmen der Untersuchungen werden auch die Qualitätssicherungsmaßnahmen durchgeführt. Die zentrale Omnibuswerkstatt ist eine anerkannte und zugelassene Prüfstelle.

Der Umweltaspekt wird bei uns groß geschrieben
Unsere Busse sind auf Grund der ausgeklügelten und ausgereiften Technik und dem Einsatz alternativer und schadstoffärmerer Kraftstoffe voll im Trend der Zeit. Seit Jahren wird zu den herkömmlichen schwefelarmen Dieselkraftstoffen ein Anteil von 10 bis 15 Prozent Biodiesel zugemischt. Mit innovativen Ideen und Beiträgen, die oftmals ihrer Zeit weit voraus sind, möchten wir unseren Teil zur Umweltentlastung und Ressourcenschonung leisten, jedoch nicht auf Kosten der Sicherheit unserer Fahrgäste. So gelten wir unter den deutschen Verkehrsunternehmen als besonders fortschrittlich und modern. Auch bei der Beschaffung neuer Fahrzeuge und der Umrüstung der vorhandenen Flotte fließen die Anregungen aus verschiedenen Interessenvertretungen, wie Behindertenverbände und Fahrgastbeirat in die Überlegungen und Entscheidungen ein.
Neben der Entwicklung und Erprobung neuer Antriebskonzepte wurden die Schallemissionen so stark gesenkt, dass alle unsere Niederflurbusse als lärmarm eingestuft wurden.

 

Für die Erdgasbusse haben wir als erstes Unternehmen in Deutschland den blauen Umweltengel erhalten, eine Auszeichnung, die nur für besonders emissions- und lärmarme Fahrzeuge vergeben wird.
Vor allem aus energiepolitischen Gründen haben wir uns für den Erdgasantrieb der Busse entschlossen. Der weiße Gastank auf dem Dach ist das charakteristische Erkennungsmerkmal eines Erdgasbusses. Seine Tankfüllung reicht für die Strecke, die er durchschnittlich pro Arbeitstag zurücklegt, das sind rund 370 Kilometer.

Seit Februar 1998 verfügen wir über eine der größten Erdgasbusflotten Deutschlands. Zur gleichen Zeit wurde im Betriebshof Schweinau die seinerzeit größte europäische Schnellbetankungsanlage für Erdgasbusse in Betrieb genommen. Ende 2005 wird unser Fuhrpark 65 erdgasbetriebene Busse zählen. Freuen können sich auch die Fußgänger, denn Erdgasbusse fahren besonders leise, ihre Abgase sind geruchlos und frei von Rußpartikeln.

Schneller als der Puls der Zeit

Dieselelektrischer Bus
Im Frühjahr 1998 wurde eine Neuentwicklung probeweise eingeführt: der dieselelektrische Bus. Diese Antriebskombination ist besonders geräuscharm, beschleunigt völlig ruckfrei und gibt den Fahrgästen so ein angenehmes Fahrgefühl.

Brennstoffzellenbus
Von Oktober 2000 bis Mitte 2001 wurde im Rahmen eines Pilotprojekts ein Brennstoffzellenbus (Wasserstoffantrieb) getestet. Durch diese Antriebsform ist das Fahrzeug praktisch emissionsfrei, sehr leise und äußerst vibrationsfrei beim Fahren.

Ultracupbus
Zudem testeten wir von November 2001 bis Mai 2002 als erstes deutsches Verkehrsunternehmen den Ultracupbus. Hier wird die Bremsenergie des Fahrzeuges in Superkondensatoren gespeichert und beim Anfahren wieder als Antriebsenergie genutzt. Nach einiger Zeit setzt wieder der Dieselmotor ein. Auch hier bietet der Elektromotor für das Anfahren einen nahezu ruckfreien Fahrkomfort. Aufgrund der guten Erfahrungen werden wir im Jahr 2005 einen Ultracupbus mit weiterentwickelter Technik testen.

EURO-5-Motor
Seit Januar 2005 setzen wir, erstmalig in Deutschland, im Rahmen eines gemeinsamen Projektes mit der MAN, dem TÜV Süddeutschland und der Wibera Wirtschaftsberatung AG in Erlangen ein Fahrzeug mit EURO-5-Dieselmotor im Linienbetrieb ein. Dieses Projekt wird durch das bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz gefördert. Seit Juli 2005 wird in Nürnberg ein weiteres Fahrzeug mit einem EURO-5-Dieselmotor (EEV) auf Linie eingesetzt. Diese EEV-Busse (Enhanced Environmentally Friendly Vehicle) sind mit der SCR-Technik (Selective Catalytic Reduction) als Katalysator ausgestattet und werden in einem zweijährigen Testbetrieb erprobt. Bei dieser Technik handelt es sich um ein äußerst effizientes Abgasnachbehandlungssystem, mit dem der Schadstoffausstoß deutlich reduziert wird. Durch die Eindüsung eines wässrigen Harnstoffs, AdBlue, in die Abgase entsteht durch eine chemische Reaktion Ammoniak, welcher wiederum die schädlichen Stickoxide in Luftstickstoff und Wasser umwandelt.
Die drei mit EURO-5-Motor ausgestatteten Fahrzeuge erfüllen dann bereits die ab Oktober 2008 verbindlich für Neufahrzeuge geltende Norm.




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