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Winterspaziergang am alten Kanal
Am Fluss entlang den Winter genießen
Raureif in der Gartenstadt, Eisstockschießen in Worzeldorf, vereiste Schleusen, weiße Wiesen: Ein Spaziergang am alten Kanal entführt in eine idyllische Winterwelt.
Einst gehörte der Ludwig-Donau-Main-Kanal, kurz Ludwigskanal, den Schiffen, die auf der 172 Kilometer langen Wasserstraße zwischen Kelheim im Süden und Bamberg im Norden Güter transportierten. Heute erfreut er – wo er nicht überbaut ist – Wanderer und Spaziergänger, die seine romantische Atmosphäre zu schätzen wissen. Im Nürnberger Süden ist das Großbauwerk aus den Zeiten der Industrialisierung gut erhalten und eignet sich auch in der kalten Jahreszeit wunderbar für einen Ausflug.
Der Kanal wurde von 1836 bis 1846 unter Ludwig I., König von Bayern, gebaut. Um Höhendifferenzen von 260 Metern zu überwinden, waren 100 Schleusen nötig. Bereits 1850 erreichte der Kanal seinen höchsten Güterumschlag, schaffte er doch eine durchgängige Schifffahrtsverbindung von der Nordsee bei Rotterdam bis zum Schwarzen Meer. Ab 1860 war dann das Eisenbahnnetz soweit ausgebaut, dass der Kanal der Konkurrenz Schiene nicht mehr standhalten konnte Die heute am besten erhaltene Strecke ist 60 Kilometer lang und reicht von Berching bis zur Nürnberger Gartenstadt. Entlang des Kanals befinden sich Informationstafeln für Wissbegierige, aber auch gemütliche Wirtshäuser zum Aufwärmen.
Für Nürnberger bietet sich die Buslinie 51/651 ab Frankenstraße oder die Buslinie 52 ab Langwasser Mitte nach Worzeldorf, Haltestelle Feuerwehrhaus bzw. Worzeldorfer Hauptstraße an. Von dort führt der etwa zweistündige Spaziergang an historischen Schleusen und Brücken vorbei bis zur Gartenstadt, wo der Kanal sich in den Untergrund verabschiedet. Die Buslinie 67, Haltestelle Am Ludwigskanal, führt zurück zur Frankenstraße. Wem eine Stunde frische Luft genügt, kann auch schon an der Haltestelle Föhrenbuck in einen Bus der Linie 51/651 einsteigen.


